Prof. Dr. Stefan May

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Inhalte der Vorlesung

„Volkswirtschaftliche Grundlagen“

Prof. Dr. Stefan May

Im Folgenden finden Sie zu einen Überblick über die Themen, welche wir in der Vorlesung besprechen werden. Auswahlkriterien waren hierbei:

  • Bedeutung des Themas für die Praxis
  • Schwierigkeitsgrad der Zusammenhänge

I. Grundbegriffe

  • Systematik der Wirtschaftswissenschaften: Makro- und Mikroökonomie versus VWL und BWL
  • Zur Bedeutung von VWL-Modellen

II. Mikroökonomische Grundlagen

  1. Angebot und Nachfrage
    • Nachfrage- und Angebotsfunktionen
    • Elastizitäten
    • Konsumentenrente, Produzentenrente und Pareto-Optimalität
    • Wirkung von Preisrigiditäten und Subventionen
    • Externe Effekte
  2. Marktformen: Monopol und vollkommene Konkurrenz
    • Preissetzungsverhalten
    • Wettbewerbs- und Monopolgleichgewicht
  3. Reale Außenhandelstheorie
    • Warum gibt es Handelsbeziehungen?
    • absolute versus komparative Kostenvorteile  

III. Makroökonomische Grundlagen

  1. Realwirtschaft: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und seine Bestimmungsgrößen
    • Nominelles, reales und Kaufkraftparitäten-BIP
    • Aggregierte Gesamtnachfrage
    • Güterwirtschaftliche Gleichgewichtsbedingung
    • Preisniveaubestimmung 
  2. Zusammenhänge zwischen Real- und Finanzwirtschaft
    • Wertschöpfung, verfügbares Einkommen und Ersparnisbildung
    • Investitionsnachfrage und Finanzierungsbedarf
    • Schuldenstand und Neuverschuldung des Staates
    • Kapitalexporte und Kapitalimporte
    • Finanztitelpreise (Asset-Prices) und allgemeines Zinsniveau
  3. Finanzwirtschaft: Geld- und Kapitalmärkte
    • Zinsstrukturkurve und Zusammenhang zwischen Geld- und Kapitalmärkten
    • Geldangebot: Die Geldpolitik der Zentralbank
    • Geldnachfrage: Transaktions-  und „Spekulationsmotiv“ der Geldhaltung
  4. Monetäre außenwirtschaftliche Zusammenhänge
    • Die buchhalterische Seite der Zahlungsbilanz und ihre Teilbilanzen
    • Zahlungsbilanzpositionen, Devisenströme und Wechselkursbeeinflussung
    • Zahlungsbilanzgleichgewichte
    • Ökonomische Bedeutung von Leistungs- und Kapitalbilanzsalden
    • Interne und externe Verschuldung der Staaten

Ziele

Die Studierenden verstehen die wichtigsten theoretischen und empirischen Ergebnisse der Finanzmarktforschung, welche der modernen Praxis des Portfoliomanagements zugrunde liegen.

Sie sind in der Lage, die Konsequenzen dieser Erkenntnisse einzuschätzen, können sie mit der aktuellen Praxis des Anlagemanagement vor allem für Privatkunden vergleichen und erkennen Verbesserungspotentiale.

Inhalte

1.              Relevante Vorkenntnisse

1.1 Die wichtigsten Rendite- und Risikokennzahlen und ihre Interpretation

1.3 Renditeverteilungen

1.2 Der zentrale Grenzwertsatz und seine Bedeutung für das Portfoliomanagement

1.3 „fat tail“-Problematik und das Phänomen der „schwarzen Schwäne“

 

2.              Anerkannte Theorien über die Funktionsweise von Finanzmärkten

2.1   Vor-Markowitz-Ära

2.2   Effizienzhypothese und „Capital Asset Pricing“

2.3   „Arbitrage Pricing“ Theorie von Stephen Ross

2.4   Das Fünf-Faktoren-Modell von Fama und French

2.5   Momentum, Profitabilität und Volatilität als zusätzliche Faktoren?

2.6   Faktorbegründungen und „Behavioral Finance“

 

3.              Empirische Ergebnisse der Finanzmarktforschung

3.1   Testproblematik und Verbundhypothese

3.2   Aufbau und Kern von Signifikanztest

3.3   Überblick über relevante Testergebnisse

Literatur

Davis, J., L., 2006, The Informational Efficiency of Stock Prices: A Review, Dimensional Fund Advisers 

May, S., 2012, Portfoliotheoretische Grundlagen der Wertpapierberatung, Arbeitsberichte – Working Papers der THI, Heft Nr. 22

Schredelseker, K., 1998, Crashs, Fads und Bubbles – Rationalität und Irrationalität in Finanzmärkten, Universität Innsbruck, Vortrag anlässlich des 19. Hochschulkurses für Geld und Bankwesen.

Spremann, K., 2002, Portfoliomanagement, Oldenbourg Verlag.

Hinweis: Die meisten Literaturstellen werden von mir auch online zur Verfügung gestellt werden. Detailinfos hierzu sowie weitere Literaturhinweise erhalten Sie während der ersten Vorlesung. Hörer der Veranstaltung, welche sich trotzdem bereits vorab etwas einlesen möchten, empfehle ich das letztgenannte Lehrbuch von Klaus Spremann.


In der Lehrvereranstaltung werden zentrale Zusammenhänge und die wichtigsten Kennzahlen der Statistik mt Hilfe der Simulationstechnik vermittelt.  Dies ermöglicht es, scheinbar abstrakte und "schwierige" Statistikkonzepte erfahrbar zu machen und mit Leben zu füllen.

Methodisch ist die Lehrveranstaltung induktiv aufgebaut: Wir versuchen, die allgemeinen Prinzipien der Monte-Carlo-Simulationstechnik sowie die entsprechenden statistischen Hintergründe durch die Analyse spezieller Beispiele zu erarbeiten. Vom Studierenden erfordert diese Methode, dass er die Beispiele in Eigeninitiative variiert und zu verallgemeinern versucht, um auf diese Weise die hinter den Beispielen stehenden allgemeinen Prinzipien zu verstehen.



 


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